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Bandscheibenvorfall Symptome – und wie du effektiv vorbeugen kannst

In diesem Artikel geht es um Bandscheibenvorfall Symptome und alle anderen Hintergründe, die du wissen musst.

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» Du will wissen welche Symptome für einen Bandscheibenvorfall sprechen?

» Du bist dir nicht sicher, ob dein Symptom auf einen Bandscheibenvorfall hindeutet?

» Bandscheibenvorfall – was nun?

Dann ist das genau der richtige Artikel für dich und du solltest unbedingt weiterlesen!

Bandscheibenvorfall Symptome – Der Artikel im Überblick

Häufige Ursache der Volkskrankheit Rückenschmerzen ist der Bandscheibenvorfall. Viele sind schon betroffen und für viele schwebt der Bandscheibenvorfall wie ein Damoklesschwert über der eigenen Gesundheit. Um hier zu informieren und vorzubeugen, ist dieser Artikel entstanden.

Hast du gewusst, dass ein Bandscheibenvorfall kein Ereignis im Sinne eines „Vorfalls“ ist, sondern das tatsächlich etwas nach vorne fällt?

Du glaubst vielleicht das ein Bandscheibenvorfall nur Alte Menschen, Unsportliche Menschen und Handwerker trifft? Da liegst du allerdings falsch. Dieser Artikel bring Aufklärung und Information.


1. Bandscheibenvorfall – Was ist das?


Ein Bandscheibenvorfall ist eine Erkrankung an der Wirbelsäule. Das Wort Bandscheibenvorfall ist dabei wörtlich zu nehmen. Damit ist nicht gemeint, dass es einen „Vorfall“ gibt und du etwas an der Bandscheibe hast, sondern das die Bandscheibe wortwörtlich nach vorne fällt.

Im Prinzip sind die Bandscheiben sehr elastisch. Ihre Aufgabe ist es dabei Stöße in deiner Wirbelsäule abzufedern. Werden die Bandscheiben unterernährt – zum Beispiel durch zu wenig Bewegung – dann werden sie dünner und anfälliger für Verletzungen. Sitzt du nun zu lange, wirken enorme Kräfte. Der Hüftbeuger – ein Muskel an der Körpervorderseite – verkürzt durch das viele Sitzen und zieht dich nach vorne, wenn du wieder aufstehst.

Im Stehen zieht dann allerdings auch der Rückenstrecker dagegen und die gegeneinander wirkenden Kräfte (Zug nach vorne, Zug nach hinten) bewirken eine dritte Kraft. Diese wirkt laut einfachen physikalischen Gesetzten dann innerhalb der Wirbelsäule auf die Bandscheibe/n. Sind diese wie gesagt nicht gut ernährt und zu dünn, kann es schnell zum Platzen des gallerartigen Kerns kommen. Die Bandscheibe hat eine Schwachstelle am Wirbelkanal. Dadurch kann es zum „Vorfall“ kommen. Die Flüssigkeit aus der Bandscheibe (es kann ach bei mehreren passieren – dann sprechen wir vom mehrfachen Bandscheibenvorfall) läuft dann in Richtung Wirbelkanal mit den Nervenenden nach vorne aus. Und genau DAS ist dann der sogenannte Bandscheibenvorfall, der diese unschönen Schmerzen verursacht.

Das ist der Schlimmste Fall. Bevor das allerdings passiert, schickt dir dein Körper (genauer dein Gehirn) einen Schmerz in den Rücken als Signal, um genau das eben beschriebene zu verhindern. Das kennen viele als Rückenschmerzen im unteren Rücken.

Wenn du diesen Schmerz ignorierst oder mit Tabletten und Spritzen „einfach wegdrückst“, dann kann überhaupt erst zum Bandscheibenvorfall kommen.

Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass die Bandscheiben sich mit der Zeit sowieso durch Alterung abnutzen, aber du kannst diesen Prozess verlangsamen bzw. bewusst etwas für deine Bandscheiben tun.

Ein Bandscheibenvorfall muss aber nicht mit Schmerzen einhergehen, wie du im nächsten Abschnitt sehen wirst.

Wichtig ist jetzt, dass du frühzeitig bzw. rechtzeitig reagierst und deinen Schmerz nicht ignorierst. Ich kann dir dabei helfen mit meinem kostenlosen E-Mail-Kurs. Trag dich am besten gleich ein:


2. Bandscheibenvorfall – Ursachen und Gründe


Nachdem wir geklärt haben, was ein Bandscheibenvorfall ist, schaue wir uns jetzt mal gemeinsam die Ursachen und die Gründe dafür an.

Interessant ist allerdings, dass Bandscheibenvorfälle nicht nur bei Menschen mit Schmerzen ( z. B. Rückenschmerzen) auftreten sondern genauso bei Menschen, die keine Schmerzen haben. Das liegt daran, dass der Bandscheibenvorfall selbst mit dem Schmerz nichts zu tun hat. Der Bandscheibenvorfall selbst ist nur eine Begleiterscheinung durch Spannungen die an der Körpervorderseite oder der Körperrückseite zu groß geworden sind. Der Schmerz alarmiert natürlich. Der Schmerz zeigt an, dass du nicht so weitermachen kannst, wie bisher (siehe dazu auch meinen Artikel „Rückenschmerzen Psyche„)

Schauen wir uns jetzt mal die Gründe etwas genauer an.

Zu wenig Bewegung

Wenn du dich zu wenig bewegst, dann werden die Bandscheiben nicht mit genügend Nährstoffen versorgt. Stell dir die Bandscheiben wie einen Schwamm vor. Bewegst du dich werden die Giftstoffe ausgeschieden und gute Nährstoffe (gesunde Ernährung vorausgesetzt) eingesogen. Die Bandscheiben „ernähren“ sich sozusagen. Das geschieht aber nur mit entsprechenden Bewegungen für die Bandscheiben – also Bewegung der Wirbelsäule – durch zum Beispiel gezielte Rückenübungen.

Zu langes Sitzen

Ein Grund für zu wenig Bewegung ist definitiv das zu lange Sitzen, für das wir Menschen nicht gemacht sind. Allerdings sitzen immer mehr Menschen im Büro, im Auto, zuhause am Esstisch, auf der Couch und durch eine falsche Schlafhaltung sogar im Schlaf. Hier kannst du gegensteuern – wie das geht, erfährst du weiter unten.

Zu hohe Belastung

Häufig treten Bandscheibenvorfälle auch bei Handwerkberufen oder Berufen mit starker körperlicher Belastung auf. Hintergrund ist hier eine sehr hohe Belastung der Bandscheiben durch zuviel Heben und Tragen. Hier solltest du besonders auch „Richtiges Heben und Tragen“ achten und ganz bewusst deine Rückenmuskulatur stärken.

Jetzt erst nochmal alle Ursachen und Gründe für Bandscheibenvorfälle im Überblick:

  • generell zu wenig Bewegung durch
  • zu langes Sitzen
  • gar kein oder zu wenig Sport und dadurch
  • schlechte Beweglichkeit
  • zu hohe körperliche Belastung

Egal ob PC-Arbeiter oder Handwerker – du kannst etwas für deinen Rücken tun und den ersten oder jeden weiteren Bandscheibenvorfall verhindern. Hol dir dazu meinen kostenlosen E-Mail-Kurs mit den wirksamsten Übungen für einen starken Rücken:


3. Arten von Bandscheibenvorfällen


Die Wirbelsäule erstreckt sich über den gesamten Rücken vom Kopf bis zum Gesäß. Auf der gesamten Distanz wechseln sich Wirbel und Bandscheiben ab. Zwischen den Wirbeln sitzen nämlich die Bandscheiben und federn unsere Bewegungen ab. Dadurch kann es natürlich an unterschiedlichen Stellen zu einem Vorfall der jeweiligen Bandscheibe kommen. Deswegen gibt es auch verschiedene Arten von Bandscheibenvorfällen.

Unterschieden wird in

  • Bandscheibenvorfall in Höhe der Halswirbelsäule
  • Bandscheibenvorfall in Höhe der Brustwirbelsäule
  • Bandscheibenvorfall in Höhe der Lendenwirbelsäule

Deswegen sagt der Arzt dir als Diagnose auch sowas wie „Bandscheibenvorfall LWS 4/5“. Das bedeutet, dass dein Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule (LWS) zwischen dem 4 und 5 Lendenwirbel aufgetreten ist.


4. Bandscheibenvorfall Symptome im Überblick


„Im Prinzip macht ein Bandscheibenvorfall gar keine Symptome, sondern die zu hohe Zugspannung der Muskeln und der Faszien“ so Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht (siehe dazu auch dieses Video).

Der Bandscheibenvorfall selbst ist das ein begleitendes Symptom davon (der zu hohen Zugspannung der Muskeln und der Faszien).

Ein Bandscheibenvorfall kann sich verschieden äußern. Die häufigsten körperlichen Symptome sind Schmerzen durch die Berührung der Bandscheibe mit den Nerven. Außerdem kann es zu Taubheitsgefühlen und Lähmungserscheinungen kommen. All das hängt damit zusammen, dass die Nervenbahnen bei einem Bandscheibenvorfall betroffen sind und somit die Funktion der Nerven eingeschränkt ist. Somit können zum Beispiel Lähmungserscheinungen im Fuß auftreten, weil die Nervenbahnen beeinträchtigt sind.

Symptome im Überblick:

  • Taubheitsgefühle
  • Lähmungserscheinungen
  • starke Schmerzen im Rücken (eben an der entsprechenden Stelle, wo der Bandscheibenvorfall auftritt)

Bandscheibenvorfälle im Bereich der Brustwirbelsäule sind dagegen sehr tückisch, weil sich keine Symptome zeigen.


5. Wie werden Bandscheibenvorfälle behandelt?


Sehr häufig wird zuerst mit Schmerzmitteln und Spritzen agiert. Später kann es auch zu Operationen kommen. Experten zufolge lassen sich allerdings ein Großteil aller operativen Eingriffe an der Wirbelsäule bei einem Bandscheibenvorfall vermeiden durch gezielte Medikamente und entsprechende Physiotheraphie (die richtigen Übungen). Ergänzen möchte ich selbst hinzufügen, dass die Psyche eine große Rolle spielt (lies dazu gern den Artikel „Rückenschmerzen Psyche – Finde raus, was dein Körper dir damit sagen will„und wieviel du selbst für dich und deinen Rücken tust.

Behandlungsmethoden im Überblick:

Ausnahme stellt hier der Notfall dar. Ein Notfall ist es dann, wenn Lähmungserscheinungen auftreten bzw. Darm- und Blasenstörungen. Geh dann bitte sofort zum Arzt.


6. Wie du einem Bandscheibenvorfall vorbeugen kannst


Entgegen weit verbreiteter Meinungen, dass handwerkliche Berufe Bandscheibenvorfälle fördern, sind Arbeitsplätze im Büro durch das ständige Sitzen viel gefährdeter (kann natürlich einem Handwerker trotzdem auch passieren). Da Sitzen die Wirbelsäule viel mehr beansprucht als gehen oder stehen, solltest du versuchen so wenig wie möglich zu sitzen (ich weiß, dass das im Büroalltag eine Herausforderung sein kann).

Was du konkret tun kannst, um einem Bandscheibenvorfall verbeugen zu können:

  • zur sofortigen Entlastung der Bandscheiben kannst du einen Bandscheibenwürfel verwenden und die Stufenlagerung machen
  • zu extreme Belastungen der Bandscheiben verhindern (durch schweres Heben und Tragen)
  • so wenig, wie möglich sitzen, weil sich sonst entsprechende Muskeln verkürzen – zum Beispiel der Hüftbeuger
  • öfter mal einen Spaziergang machen
  • gezielte Rückenübungen
  • Fehlbelastungen vermeiden (zum Beispiel durch falsches Heben)

Häufig wird gesagt, dass Bandscheibenvorfälle beim Sport bzw. bei Sportlern nicht auftreten. Das ist fast richtig. Um einem Banscheibenvorfall entgegenzuwirken, benötigt es ein normales Gewicht (also nicht zu viel Gewicht nehmen) und eine starke Muskulatur. In Wirklichkeit entscheiden allerdings die Gene, wie anfällig du bist. Häufig (nicht immer) kommt der Bandscheibenvorfall dann zwischen dem 30ten und 50ten Lebensjahr.

Durch das viele Sitzen sind viele Muskeln in der Vorderseite des Körpers verspannt und du solltest unbedingt diese Muskeln dehnen. Das bedeutet, dass du eine Gegenbewegung erzeugst und dich nach hinten beugst so wie beim Limbo tanzen.

Zu guter letzt: Wenn du einen Verdacht hast, dann geh sofort zum Arzt und lass dich ärtzlich untersuchen.

Fazit

So! Du kennst jetzt ein paar Hintergründe zum Thema Bandscheibenvorfall und ein paar Übungen, die dir weiterhelfen.

Doch:

Machen musst die die Übungen selbst. Nur lesen bringt dich nicht weiter. Viele Menschen sammeln Wissen und wenden es nicht an.

Entscheide dich anders!

Wende das Wissen an und mache die Übungen – dann wird sich etwas in deinem Leben verändern. Massiv zum positiven! 🙂
Das war’s! Du bist am Ende des Artikels. Gratulation!

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Alles Beste und einen schmerzfreien Rücken,

Dein Gerd

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Achtung: Diese Seite ersetzt keine Diagnose und ist auch keine Empfehlung, nicht zum Arzt zu gehen. Bei Rückenschmerzen solltest du dennoch den Arzt deines Vertrauens aufsuchen und mit ihm deine Probleme besprechen.
Auch stellt diese Seite keine Aufforderung dar, Medikamente nicht einzunehmen und du darfst vom Arzt verordnete Medikamente auch nicht eigenmächtig absetzen. Das kann sonst u. U. lebensgefährlich sein.
  • Lieber Gerd,

    es ist einfach toll, dass du immer wieder auf die Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche aufmerksam machst. Das ist so wichtig!

    Nicht immer gleich die Pillen einwerfen und/oder dem Doktor den Körper zur Reparatur abgeben!
    Man kann selbst sooooo viel tun, damit der Rücken nicht mehr schmerzt.

    Tolle Arbeit. Danke und
    herzliche Grüße
    Barbara

    • Liebe Barbara,

      ja ich finde das extrem wichtig, weil vieles aus der Seele bzw. der Psyche kommt bzw. aus Blockaden der Kindheit. Allerdings ist dieses Wissen noch zu wenig verbreitet. Ich möchte hier meinen Teil der Verantwortung wahrnehmen.

      Beste Grüße,
      Gerd

  • Danke für ausführliche Informationen zum Bandscheibenvorfall! Ganz sachlich! Infolge der fachlichen Untersuchung wurde Bandscheibenvorfall bei meinem Onkel festgestellt. Die medikamentöse Therapie wurde mit Krankengymnastik kombiniert. Wir hoffen,dass ein auf den Onkel zugeschnittener Maßnahmenplan gute Besserung bringt:) Danke für die rechtzeitige Hilfe!

  • Dass das zu lange Sitzen zum Bandscheibenvorfall führen kann, beunruhigt mich. Wie viele andere Menschen, arbeite ich im Büro und sitze viel. Vielen Dank für die Tipps, wie man einem Bandscheibenvorfall vorbeugen kann.

  • Meine Cousine hatte einen Bandscheibenvorfall. Ein Therapeut konnte helfen die Schmerzen zu lindern. Nun möchte sie eine erneute Erkrankung vorbeugen. Danke für den Tipp, dass sie öfter einen Spaziergang machen sollte und gezielte Rückenübungen helfen können.

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